Eine Frau starb, der Falschfahrer überlebte

Fahrlässige Tötung: Urteil für A3-Geisterfahrer

Regensburg - Bei seiner Geisterfahrt auf der A3 tötete er im Vollrausch eine Frau. Nun wurde der Falschfahrer wegen fahrlässiger Tötung vom Landsgericht Regensburg verurteilt.

Das Urteil nach der tödlichen Geisterfahrt in der Oberpfalz wird wohl rechtskräftig. „Wir verzichten auf eine Revision“, sagte am Freitag die Rechtsanwältin des 33-jährigen Falschfahrers, Dagmar Schmidt. Das Landgericht Regensburg hatte den Mann am Donnerstag wegen fahrlässiger Tötung zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Schweißer aus Spiegelau (Landkreis Freyung-Grafenau) hatte auf einem Parkplatz auf der A3 bei Regensburg gewendet und war in entgegengesetzter Fahrtrichtung wieder aufgefahren.Bei Tempo 120 stieß er mit dem Wagen einer 59-Jährigen zusammen. Die Frau starb an der Unfallstelle, der Verursacher überlebte.

Die Anklage hatte noch auf Mord aus Heimtücke gelautet. Im Plädoyer hatte die Staatsanwaltschaft dann jedoch eine Haftstrafe von vier Jahren und zehn Monaten wegen fahrlässiger Tötung gefordert, weil der Angeklagte bei dem Unfall stark betrunken war. Da das Gericht diesem Antrag nahezu folgte, ist eine Revision der Anklagebehörde nicht zu erwarten. Ein Sprecher betonte jedoch, dass man noch eine Woche Zeit habe, dies zu prüfen.

Der Angeklagte hatte bei der Todesfahrt einen Alkoholwert von 2,75 Promille. Darauf sei der schwere Unfall zurückzuführen und nicht auf eine Tötungsabsicht des Mannes, hatte das Schwurgericht sein Urteil begründet. Zudem muss der 33-Jährige in eine Entziehungsanstalt und ihm wird für fünf Jahre der Führerschein entzogen.

dpa

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