Prozess in Hof

Kindesmissbrauch: Ex-Verdächtiger im Fall Peggy verurteilt

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Bis heute fehlt von der kleinen Peggy jede Spur.

Hof - Ein ehemaliger Verdächtiger im spektakulären Kriminalfall Peggy ist in einem anderen Fall wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes verurteilt worden.

Der Angeklagte bekam eine Jugendstrafe von sieben Monaten ohne Bewährung. Er sei im Wesentlichen geständig gewesen, sagte ein Sprecher des Landgerichts Hof. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

In der Beweisaufnahme seien das Tatopfer - eine Nachbarin von Peggy - als Zeugin vernommen und ein Sachverständiger gehört worden. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, denn zur Tatzeit 2001 war der Angeklagte noch Jugendlicher.

Die damals neun Jahre alte Schülerin Peggy war 2001 im oberfränkischen Lichtenberg verschwunden. Bis heute fehlt jede Spur von ihr.

Im vergangenen Jahr hatte die Staatsanwaltschaft Bayreuth öffentlich gemacht, was der damals im Fall Peggy Verdächtige gestanden hatte: Er habe kurz vor dem Verschwinden von Peggy im Jahr 2001 seine neunjährige Nichte - um dieses Mädchen ging es in der aktuellen Verhandlung - in Lichtenberg sexuell missbraucht zu haben. Er räumte auch ein, Peggy als damals 17-Jähriger geküsst zu haben. Für eine Anklage wegen sexuellen Missbrauchs an Peggy reichten diese Angaben aber nicht aus, hatte die Staatsanwaltschaft damals erklärt.

Der Mann aus Sachsen-Anhalt war vor wenigen Jahren auch wegen des sexuellen Missbrauchs an seiner zum Tatzeitpunkt dreijährigen Tochter verurteilt worden. Im Fall Peggy gilt er heute nicht mehr als tatverdächtig.

dpa

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