Wohnte hier der Täter?

Fall Peggy: Verdächtiges Haus durchsucht

Bayreuth/Halle - Der Fall der verschwundenen Peggy kommt nicht zu Ruhe: Nun ermittelt die Polizei gegen einen Tatverdächtigen aus dem engen Freundeskreis von Peggys Familie und durchsuchte sogar sein Elternhaus.

Im Fall des 2001 in Oberfranken verschwundenen Mädchens Peggy ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft weiter intensiv gegen einen Tatverdächtigen aus Halle (Saale). In Sachsen-Anhalt durchsuchten die Ermittler bis Mittwoch ein Haus. Der Leitende Oberstaatsanwalt in Bayreuth, Herbert Potzel, bestätigte am Donnerstag entsprechende Berichte der Sender Antenne Bayern und MDR Info.

Potzel sagte, das durchsuchte Gebäude sei das Elternhaus des Verdächtigen. Man habe nach Spuren im Zusammenhang mit Peggys Verschwinden im Jahr 2001 gesucht. Es habe aber keine Grabungen nach der Leiche des Mädchens gegeben. Der Tatverdächtige sitze derzeit wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes im Gefängnis.

Verdächtiger ist enger Freund von Peggys Familie

Ob die Durchsuchungsaktion, an der laut Antenne Bayern Beamte aus Bayern und Sachsen-Anhalt beteiligt waren, neue Hinweise erbrachte, konnte Potzel noch nicht sagen. Seit dem Sommer wird gegen den Mann aus Sachsen-Anhalt ermittelt. Er galt als enger Freund von Peggys Familie.

Die damals neun Jahre alte Schülerin war 2001 in Lichtenberg (Landkreis Hof) spurlos verschwunden. Nach langwierigen Ermittlungen wurde 2004 der geistig behinderte Ulvi K. als ihr Mörder verurteilt. Doch immer wieder gab es Zweifel an seiner Schuld. Die Leiche von Peggy wurde nie gefunden. Ulvi K.s Anwalt hat inzwischen die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth erklärte am Mittwoch, man würde sich dem nicht verschließen.Nun muss das Landgericht Bayreuth entscheiden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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