Fast 6000 Steuer-Selbstanzeigen in Bayern

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Steuer-Selbstanzeige: So wie der ehemalige FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß zeigten sich fast 6000 Einwohner des Freistaats selber bei der Behörde an.

München - Im neuen Jahr gelten für Selbstanzeigen reuiger Steuersünder deutlich schärfere Regeln. Deshalb ist die Zahl der Selbstanzeigen 2014 noch einmal deutlich in die Höhe geschnellt.

Aus Angst vor ihrer Entdeckung haben sich in Bayern im vergangenen Jahr so viele Steuerhinterzieher bei den Finanzämtern gemeldet wie noch nie. 5927 Steuersünder zeigten sich 2014 selbst an, wie das Finanzministerium am Freitag auf Anfrage mitteilte. Das sind rund 50 Prozent oder etwa 2000 mehr als im Jahr zuvor - damals waren es 3973. „2014 war das Rekordjahr der Selbstanzeigen“, sagte Finanzminister Markus Söder (CSU).

Söder kann sich deshalb über satte Zusatzeinnahmen freuen: „Im Ergebnis gab es demnach über 300 Millionen Euro Mehreinnahmen.“ Insgesamt meldeten sich in den vergangenen Jahren 15 330 Steuerhinterzieher freiwillig bei den bayerischen Finanzämtern.

Ein Grund für die steigenden Zahlen im vergangenen Jahr ist das Inkrafttreten schärferer Regeln 2015. Nunmehr ist es für reuige Steuerbetrüger deutlich teurer, per Selbstanzeige straffrei davonzukommen. Steuerbetrug bleibt nun lediglich noch bis zu einer hinterzogenen Summe von 25 000 Euro straffrei. Bei höheren Beträgen wird nur gegen Zahlung eines kräftigen Zuschlags von Strafverfolgung abgesehen. Für eine wirksame Selbstanzeige verlängert sich darüber hinaus der Offenlegungszeitraum. In Zukunft muss der reuige Steuersünder für zehn statt nur für fünf Jahre reinen Tisch machen.

dpa

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