Fliegerbombe in Nürnberg entschärft

Nürnberg - In der Nürnberger Altstadt ist bei Bauarbeiten eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die 250-Kilogramm-Bombe ist am Donnerstagmittag entschärft worden.

Der Sprengmeister hatte eine ruhige Hand und stählerne Nerven: 29 Minuten brauchte Michael Weiß am Donnerstag für die Entschärfung einer Fliegerbombe in Nürnberg. Mit einem Kranwagen der Feuerwehr wurde der 250 Kilogramm schwere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg anschließend aus der Baugrube geborgen und zum Gelände des Sprengkommandos nach Feucht transportiert. Wie die Stadt Nürnberg mitteilte, normalisierte sich das Leben in der Nordstadt nach der Entschärfung schnell wieder.

Etwa 1600 Anwohner in einem Umkreis von bis zu 300 Metern um die Fundstelle hatten ihre Wohnungen am Vormittag verlassen müssen. 155 Menschen wurden dabei von den Helfern begleitet. Als Sammelstelle diente eine nahe gelegene Schule. Zudem öffneten die Einsatzkräfte sechs Wohnungstüren, um sicher zu gehen, dass niemand mehr in den Wohnungen war. Eine gute Stunde lang fuhren keine U-Bahnen mehr in der Nähe der Fundstelle, auch die vielbefahrene Bayreuther Straße war betroffen. Auch der Luftraum war während der Entschärfung gesperrt - der Nürnberger Flughafen ist nur fünf Kilometer entfernt.

Beim Bürgertelefon der Stadt gingen gut 350 Anrufe ein, nachdem der Blindgänger am Mittwochnachmittag in einer Baugrube in einem Wohngebiet entdeckt worden war. Die Bombe hatte einen Aufschlagzünder, wie ein Sprecher der Stadt erläuterte. Sie sei daher nicht vergleichbar mit der Bombe, die Ende August in München bei einer kontrollierten Sprengung erhebliche Schäden an Gebäuden verursacht hatte. Dort war ein chemischer Zeitzünder eingebaut, der sich nicht mehr entfernen ließ.

dpa

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