Flutopfer können bald Schadenersatz beantragen

Ein Schild mit der Aufschrift "STOP FALSCH" steht an der A3.

München - Gut zwei Monate nach der Hochwasserkatastrophe soll Anfang August die Wiederaufbauhilfe starten. „Den Betroffenen wird großzügig geholfen“, erklärte Finanzminister Markus Söder (CSU) am Freitag in München.

Privathaushalte und Wohnungsunternehmen, die gewerbliche Wirtschaft, Freiberufler sowie Bauern und Forstwirtschaft erhalten im Regelfall 80 Prozent des Schadens bezahlt. In Härtefällen können auch 100 Prozent ersetzt werden.

Bund und Länder hatten sich zuvor über die Modalitäten geeinigt. Finanziert werden soll auch die Reparatur der Schäden an der öffentlichen Infrastruktur von Ländern und Gemeinden - Deiche, Brücken, Straßen, Wege etc. Außerdem gibt es ein Förderprogramm für Forschungseinrichtungen und ein kulturelles Hilfsprogramm “Hochwasser 2013“, wie Söder mitteilte.

Die Anträge können bei den Kreisverwaltungsbehörden gestellt werden. Diese würden zügig bearbeitet und ausgezahlt, versprach Söder. „Abschlagszahlungen sind möglich.“ Der Freistaat beteilige sich am Fluthilfefonds in den nächsten 20 Jahren mit rund 600 Millionen Euro. Nach Bayern sollen knapp 20 Prozent der gesamten Hilfsgelder fließen. Damit entstehe Bayern kein finanzieller Nachteil, erklärte Söder.

dpa

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