Forscher arbeiten dran

Hochwasser-Warnsystem fürs Handy

Nürnberg - Forscher der Uni Erlangen-Nürnberg entwickeln ein Hochwasser-Frühwarnsystem für Computer und Handy - das soll rechtzeitig Alarm schlagen. Die Technik ist ausgeklügelt.

Hauseigentümer und Gemeinden in Bayern, die von Überschwemmungen bedroht sind, könnten künftig per Handy oder Computer vorgewarnt werden. Forscher der Uni Erlangen-Nürnberg entwickeln gerade ein regionales Hochwasser-Frühwarnsystem, das durch eine Software Gefahr frühzeitig erkennen und Alarm schlagen soll. Vor allem bei heraufziehendem Starkregen soll die Methode effektiv sein, erläutert Projektleiter und GeologeDavid Bertermann: „Wenn sich eine Gewitterzelle entwickelt, kann ich dem Hausbesitzer ein Stück weit sagen: "Jetzt wird's kritisch".

Die Software soll mit einer Mischung aus Karten und aktuellen Wetterinfos funktionieren. Zusätzlich sollen die benutzten Landschaftsdaten die Gebiete bezüglich ihrer Höhe und Bodenbeschaffenheit einteilen - so dass grundsätzlich bedrohte Orte von vorneherein festgelegt und mögliche Warnungen bei Hochwasser darauf abgestimmt werden können. Wichtig sei dabei vor allem, wie viel Wasser der Boden aufsaugen könne: „Waldgebiete sind von der Sickerleistung positiver zu bewerten als Ackerflächen“, erklärt Bertermann.

Informiert werden sollen die gefährdeten Bewohner mit moderner Technik: Per App, Mail oder SMS. Noch ist das Projekt aber in der Erprobungsphase - ein Untersuchungsgebiet soll in einem Teil Frankens eingerichtet werden. Das Hochwasser-Frühwarnsystem ist den Planungen nach in eineinhalb Jahren bereit für einen größeren Einsatz.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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