Frau gesteht: Ehemann mit 20 Beilhieben erschlagen

Fürth - Eine Fürtherin hat am Montag vor Gericht gestanden, ihren 23 Jahre jüngeren Ehemann mit 20 Beilhieben erschlagen zu haben. Die grausigen Details:

Der Ehemann der 56-Jährigen soll schon länger über eine Trennung nachgedacht haben, wie seine Anwältin vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth aussagte. Das Paar war neun Jahre lang miteinander verheiratet - allerdings handelte es sich dabei wohl um eine Scheinehe, die dem gebürtigen Inder einen Aufenthaltstitel ermöglichen sollte.

Die Frau ist wegen Mordes angeklagt. Als das 33 Jahre alte Opfer seiner Frau in der Nacht zum Valentinstag am 14. Februar seine Trennungspläne offenbarte, griff die 56-Jährige zu einem Beil, das sich zum Zerkleinern von Sperrmüll in der Wohnung befunden haben soll. Am nächsten Morgen kaufte sie im Baumarkt Pinsel, Farbe, Planen und eine Kettensäge, bevor sie die Tat am Nachmittag bei der Polizei gestand.

Die Beamten entdeckten daraufhin in der penibel geputzten Wohnung die blutverschmierte Leiche des Mannes. Über ihren Anwalt ließ die Angeklagte am Montag erklären, dass ihr die Tat leidtue und sie sich schäme. Strittiger Punkt ist nun vor allem, ob auch Heimtücke und niedere Beweggründe im Spiel waren. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau vor, ihren Mann, als dieser schlief, ermordet zu haben, weil der erfolgreiche Cafébesitzer ihr bei einer Scheidung keinen Cent zahlen wollte

Der Frau zufolge hatte sich das Paar jedoch stundenlang gestritten, bevor sie zuschlug. Dies wäre dann möglicherweise nicht als Mord, sondern als Totschlag zu werten. Die Plädoyers sollen an diesem Donnerstag gehalten werden, das Urteil soll am 3. November fallen.

dpa

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