Prozess um versuchten Mord

Freispruch wegen Falschaussage der Freundin

Nürnberg - Ein 40 Jahre alter Mann ist vom Vorwurf des versuchten Mordes an seiner Freundin freigesprochen worden - die Frau hatte die Anschuldigungen vor Gericht zurückgenommen.

Bei der Polizei hatte sie noch angegeben, ihr Lebensgefährte habe sie im Mai 2012 mit einer zwanzig Zentimeter langen Messerklinge in den Bauch stechen wollen. Vor Gericht bestätigte sie dann aber plötzlich die Version des Angeklagten, der die Tat bestritt. Der Frau droht nun eine Anklage wegen falscher Beschuldigung. Das Landgericht Nürnberg-Fürth sprach den Mann am Mittwoch aus Mangel an Beweisen frei.

Die Frau hatte als Grund für den angeblichen Angriff Streitigkeiten genannt. Weil ihr Freund immer wieder betrunken gewesen sei, habe sie ihn aus der Wohnung geworfen. Vor Gericht verwickelte sich die 35-Jährige dann jedoch in Widersprüche.

Der Angeklagte dagegen hatte ausgesagt, mit dem Messer lediglich Schrauben am Türschloss aufgedreht zu haben. Er habe sich auf diese Weise Zutritt zur Wohnung verschaffen wollen. Den Mordversuch stritt er ab. Dem 40-Jährigen, der seit August 2012 in Untersuchungshaft saß, wurde eine Haftentschädigung zugesprochen.

lby

Rubriklistenbild: © dpa

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