Geisterfahrer mit Tempo 180 unterwegs

Münnerstadt/Würzburg - Mit 180 Stundenkilometern ist ein Geisterfahrer auf der Autobahn 71 in Unterfranken unterwegs gewesen. Fast wäre es zur Katatstophe gekommen:

Nur die Geistesgegenwart anderer Verkehrsteilnehmer hatte Unfälle auf der 20 Kilometer langen Strecke verhindert. Der 30-Jährige aus Jena wurde schließlich nach einer Großfahndung im südthüringischen Suhl gefasst. Wie die Polizei Würzburg am Freitag mitteilte, hatte der Autofahrer Drogen genommen.

Der rasende Kleinwagen war am Donnerstagmittag von anderen Autofahrern in der Nähe von Münnerstadt (Landkreis Bad Kissingen) bemerkt worden. Entgegen der Fahrtrichtung fuhr der 30-Jährige teils auf dem Standstreifen, teils auf der Überholspur in Richtung Norden.

Einem 24-Jährigen, der auf der A71 mit Tempo 160 unterwegs war, jagte der Geisterfahrer einen besonders großen Schrecken ein: Er traute seinen Augen nicht, als er sah, wie er von dem auf der Gegenfahrbahn dahinrasenden 30-Jährigen überholt wurde.

Bis zur Ausfahrt Mellrichstadt kam es danach immer wieder zu äußerst gefährlichen Situationen mit entgegenkommenden Lastern und Autos. Erst in einer Baustelle ging der aus Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart) stammende 30-Jährige vom Gas und verließ die Autobahn. In Suhl wurde er von einer Streifenbesatzung vorläufig festgenommen. Gegen ihn läuft jetzt ein Ermittlungsverfahren.

dpa

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