Geldstrafe für Gentechnik-Gegnerin

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Der Stengelbohrer (Maiszünzler), hier auf einem Maiskolben, ist einer der größten Schädlinge im weltweiten Maisanbau. Genmanipulierter Mais soll gegen ihn resitent sein.

Würzburg - Ein zertrampeltes Maisfeld und eine empfindliche Geldstrafe: Das Urteil gegen eine Gentechnik-Gegnerin wurde in zweiter Instanz bestätigt.

Eine Gentechnik-Gegnerin muss wegen der Zerstörung eines Genmaisfeldes in Unterfranken eine Geldstrafe zahlen. Das Landgericht Würzburg bestätigte in einem Berufungsverfahren eine Entscheidung des Amtsgerichts Kitzingen. Das hatte die wegen Sachbeschädigung angeklagte Frau im Juli 2009 zu einer Geldstrafe von 45 Tagessätzen zu je 15 Euro verurteilt. Dagegen hatten sowohl Staatsanwaltschaft als auch die Angeklagte Berufung eingelegt.

Die Frau aus Lübeck hatte vor zwei Jahren gemeinsam mit Dutzenden anderen Gentechnik-Gegnern das Feld im Landkreis Kitzingen zerstört. Die gentechnisch veränderten Pflanzen waren niedergetrampelt oder herausgerissen worden. Das Urteil des Landgerichts ist nach Angaben der Behörde noch nicht rechtskräftig.

Bisher gibt es keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse über mögliche Gefahren für Gesundheit oder Umwelt durch genmanipulierte Pflanzen. In Unterfranken werden seit Jahren Gentechnik-Versuche durchgeführt, heuer allerdings nicht. Die Maispflanzen sind nur für wissenschaftliche Tests bestimmt und dürfen nicht in den Handel gebracht werden. Genmais-Sorten können gegen Schädlinge resistent sein.

dpa

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