Nutzungsrechte

Gemeindetag kritisiert Ton in Gema-Anschreiben

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Die Gema nimmt für ihre Mitglieder Nutzungsrechte wahr.

München - Der Bayerische Gemeindetag hat den Umgangston der Gema in ihren Schreiben an Kommunen als „unverschämt“ kritisiert.

„Keine Ansprache, nur die Aufstellung der Forderung und darunter der Satz "Die Veranstaltungen wurden ohne unsere Einwilligung durchgeführt!". Diese Art und Weise ist einfach unpassend“, sagte der Sprecher des Kommunalverbandes, Wilfried Schober, am Donnerstag in München. Hintergrund der Kritik ist ein Schreiben der Gema an die unterfränkische Gemeinde Laufach nahe Aschaffenburg für die Musiknutzung während ihrer Maifeier.

„Wenn sie nett geschrieben hätten, wären wir nicht so erbost“, sagte Schober weiter. Dass die Gema das Geld einfordert, kritisiert der Gemeindetag auch gar nicht. „Dass den Musikschaffenden ein Entgelt für die Verwendung ihrer Werke zusteht, steht außer Frage“, sagte Gemeindetags-Präsident Uwe Brandl (CSU). Er rief die Künstler auf, „die Gema als ihr Inkassobüro zur Mäßigung im Umgang mit ihren Kunden anzuhalten“.

Die Gema reagierte auf die Kritik: „Unsere Anschreiben kommen immer wieder zur Kontrolle auf den Tisch und werden gegebenenfalls verbessert“, sagte Sprecher Franco Walther. Die für die Rechnungen zuständigen Bezirksdirektionen seien natürlich bemüht, so kundenfreundlich wie möglich zu sein. „Aber bei den vielen Anschreiben, die es gibt, kann es natürlich sein, dass genau diese Art des Anschreibens noch nicht in der Schleife ist.“

Die Gema - Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte - nimmt für ihre Mitglieder die Nutzungsrechte wahr, die sich aus dem Urheberrecht ergeben.

dpa

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