Gesundheitsamt bestätigt

Pferdefleisch-Skandal trifft auch Bayern!

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Pferdefleisch soll falsch etikettiert aus den Niederlanden auch nach Bayern gelangt sein.

München - Falsch deklariertes Fleisch aus den Niederlanden ist auch im Freistaat aufgetaucht. Verdächtiges Fleisch, das mit Pferdefleisch vermischt sein könnte, soll nun vom Markt genommen werden.

Noch sei unklar, welche Menge in den Freistaat gelangte, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag in Erlangen. Derzeit würden die Lieferdaten ermittelt. Sollten noch Produkte im Umlauf sein, würden diese sofort aus dem Handel genommen. Eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher habe nicht bestanden. Laut EU-Kommission sind zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 15. Februar 2013 rund 50 000 Tonnen falsch etikettiertes Fleisch, das mit Pferdefleisch vermischt war, gehandelt worden.

Der Großhändler habe das Fleisch an rund 500 Betriebe geliefert, darunter 132 Betriebe in den Niederlanden und 370 in 16 EU-Staaten, überwiegend in Frankreich, Deutschland, Portugal, und Spanien.

EU: Verdächtige Waren vom Markt nehmen

Die EU-Kommission hat die EU-Staaten aufgerufen, die verdächtigen Fleischprodukte vom Markt zu nehmen. Die Niederlande hätten eine „umfassende betrügerische Kette“ rund um eine niederländische Firma aufgedeckt, sagte der Sprecher von Verbraucherschutz-Kommissar Tonio Borg. Woher das Fleisch ursprünglich stammte, sei noch unklar.

Die Länder sollten prüfen, ob noch Produkte mit verarbeitetem Fleisch aus dem niederländischen Großbetrieb im Handel seien, teilte die EU-Behörde in Brüssel mit. Falls ja, sollten die Behörden diese bis auf weiteres zurückziehen. Eine entsprechende Warnung sei an alle 27 EU-Staaten gegangen. „Alle nationalen Behörden sind nun informiert“, teilte die Behörde mit.

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