Gewitter sorgt für ruhigere Freinacht

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Ein in Klopapier eingewickeltes Auto ist kein seltenes Bild am Morgen nach der Freinacht.

München - Die Freinacht ist in Bayern heuer ruhiger verlaufen als 2009 Jahr. Das lag wohl auch am Gewitter in der Nacht auf Samstag. "Wie bestellt", hieß es von Seiten der Polizei. Trotzdem musste sie zu einigen teils kuriosen Fällen ausrücken.

2009 musste allein die Polizei im nördlichen Oberbayern in der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai 155 Mal ausrücken. “Heuer hatten wir nur 51 Einsätze“, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Oberbayern Nord. Wegen eines gefährlichen Eingriffes in den Straßenverkehr ermittelt nach der Freinacht zum Beispiel die Polizeiinspektion Gauting.

Die Polizeidienststellen im Bereich Oberbayern Süd meldeten 54 Einsätze in der Freinacht.

Dabei mussten sie unter anderem zu folgenden Fällen ausrücken:

In Eberfing, Landkreis Weilheim-Schongau, haben Unbekannte Dachziegel auf eine Pool-Abdeckung geworfen wodurch ein Schaden von über 10.000 Euro entstand. Die Polizeiinspektion Weilheim hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizeiinspektion Penzberg ermittelt gegen Randalierer, die mehrere Straßenlaternen mutwillig beschädigten.

Eine Schneise der Verwüstung hinterließen Vandalen in Murnau am Staffelsee, indem sie Bänke, Stühle, Schilder und Blumentröge auf die Fahrbahn warfen und sogar versuchten, eine Markise in Brand zu setzen, was aber glücklicherweise nicht gelang. Insgesamt haben sie aber einen nicht unerheblichen Sachschaden verursacht.

Einen wahrhaft unglaublichen Einfall hatten Maibaumschänder in Walchensee, die den dortigen Maibaum ansägen wollten. Sie hatten aber nicht mit der aufmerksamen „Maibaumwache“ gerechnet und wurden prompt ertappt. Über die Schadensregulierung liegen keine detaillierten Informationen vor.

In Benediktbeuren, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, schlugen mehrere unbekannte Täter grundlos einen 23-jährigen aus Kochel nieder. Die Täter müssen sich nun wegen Gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Ebenso aggressiv trat ein 27-jähriger Bruckmühler bei einem Fest in Bruckmühl, Landkreis Rosenheim, auf. Er hatte sich mit einem 20-jährigen Securitiy-Mitarbeiter angelegt und prompt den Kürzeren gezogen. Nun sieht er sich mit einem Strafverfahren wegen Körperverletzung konfrontiert.

Etwas harmloser ging es im Landkreis Berchtesgaden-Land zu, wo aber trotzdem einige Fassaden mit Eiern beworfen wurden. Ebenso waren im Landkreis Traunstein einige Unbelehrbare unterwegs, die die Blumentröge am Maxplatz in Traunstein beschädigten.

Geradezu pfiffig war da die Turneinlage von vier Jugendlichen in Garmisch-Partenkirchen, die es den Affen gleichtun wollten, und sich von Straßenschildern zum Klettern animiert sahen. Hier trug der Einsatz der Polizei mehr zum Schutz der Kletterer bei. Sachschaden entstand übrigens keiner.

mm

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