Gift über den Zaun geworfen?

Bär auf Gnadenhof vergiftet

Bad Füssing - Auf einem Gnadenhof für Bären im niederbayerischen Bad Füssing im Landkreis Passau ist ein Tier vergiftet worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Nach der Anzeige des Betreibers seien nun Ermittlungen eingeleitet worden, sagte am Freitag ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau. Die 21 Jahre alte Bärin “Julia“ hatte Anfang April tot im Teich ihres Geheges getrieben. Experten der Ludwigs-Maximilians-Universität haben laut dem Bericht erst jetzt nachweisen können, dass das Tier mit einem Pflanzenschutzmittel vergiftet worden sei.

Die in München ansässige Tierschutzorganisation “Gewerkschaft für Tiere“ betreibt den Gnadenhof. “Wir haben keinen konkreten Verdacht. Aber die einzig denkbare Variante ist, dass ein Außenstehender das Gift über den Zaun geworfen hat“, sagte der Vorsitzende des Vereins, Arpád von Gaál. Probleme mit Anwohner habe es nicht gegeben. Die nächste Siedlung liegt etwa einen Kilometer entfernt. Das gesamte Gelände soll nun mit Kameras überwacht werden.

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Der Gnadenhof wurde im Sommer 2008 auf einem etwa elf Hektar großen Waldgebiet eingerichtet. Drei Pfleger kümmern sich nach Angaben des Vereins um neun Bären aus Mittel- und Osteuropa. “Die meisten Tiere wurden dort privat und unter erbärmlichen Zuständen gehalten“, meinte von Gaál. Auch “Julia“, die zu einer seltenen hellen Braunbärart gehörte, habe in einem kleinen Verlies dahinvegetiert, ehe sie 2009 nach Bad Füssing gebracht wurde.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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