Großbrand in Lackiererei: Zahl der Verletzten steigt

Michelau - Die Zahl der bei einem  Großbrand verletzten Feuerwehrleute in einer Lackiererei in Oberfranken ist auf 15 gestiegen. Sie erlitten laut Polizei Verätzungen.

Nach einem Großbrand in einer Lackiererei-Halle im oberfränkischen Michelau sind in der Nacht zum Donnerstag weitere Helfer bei den Aufräumarbeiten verletzt worden. Wie das Landratsamt Lichtenfels mitteilte, gab es damit insgesamt 15 Verletzte. Sie alle hätten das Krankenhaus aber inzwischen wieder verlassen können, sagte ein Sprecher der Kreisbehörde.

Landrat Christian Meißner (CSU) hatte nach dem Brand den Katastrophenfall ausgerufen. Eine Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung durch Rauchgase oder verunreinigtes Trinkwasser bestehe nicht. Etwa 400 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Technischem Hilfswerk waren im Einsatz.

Das Feuer war am Morgen aus noch ungeklärter Ursache in einer Lagerhalle einer Firma in Michelau (Kreis Lichtenfels) ausgebrochen. Dort lagerte für die Produktion benötigtes Pulver, welches in Brand geriet. Das Gebäude brannte vollständig aus.

Am Nachmittag wüteten die Flammen zwar immer noch, jedoch sei das Feuer unter Kontrolle. Die etwa 100 Mitarbeiter der Firma seien nicht verletzt worden. Sie konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Wegen des starken Rauchs mussten auch etwa 1500 Mitarbeiter umliegender Firmen das betroffene Gelände verlassen. Anwohner sollten vorsorglich Türen und Fenster geschlossen halten.

Die Halle ist einsturzgefährdet und wurde abgesichert. Das mit Chemikalien verunreinigte Löschwasser wurde aufgefangen und sollte von einem Chemiker analysiert werden.

Der Katastrophenfall soll so lange bestehenbleiben, bis der Brand endgültig gelöscht ist und Klarheit über die chemische Zusammensetzung des verunreinigten Löschwassers besteht.

dpa

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