CSU-Mehrheit beschließt Gesetzesänderung

Schutzgebiet im Steigerwald droht das Aus

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Im Umweltausschuss des Landtags hat die CSU-Mehrheit eine Änderung des Naturschutzgesetzes beschlossen. Die hat Auswirkungen auf den Naturpark Steigerwald.

München - Einem großen Naturschutzgebiet im Steigerwald droht das Aus. Die CSU-Mehrheit im Umweltausschuss des Landtags beschloss am Donnerstag in München eine Änderung des Naturschutzgesetzes.

Eine „Lex Steigerwald“ wittert der Grünen-Politiker Christian Magerl. Die CSU-Mehrheit im Umweltausschuss des Landtags hat am Donnerstag eine Änderung des Naturschutzgesetzes beschlossen.

Demnach können Naturschutzgebiete mit einer Fläche von mehr als zehn Hektar nur noch von den Bezirksregierungen ausgewiesen werden - für Landkreise und Gemeinden blieben nur kleinere Flächen oder einzelne Objekte, die sie unter Naturschutz stellen können.

Die Opposition kritisierte die Neuerung scharf. Der Vorsitzende des Ausschusses, Christian Magerl (Grüne), sprach von einer „Lex Steigerwald“. Die Regelung werde nur geschaffen, um das Schutzgebiet im fränkischen Steigerwald aufzuheben.

Um den Steigerwald tobt seit Jahren ein Streit: Naturschützer würden das Gebiet wegen seiner jahrhundertealten Buchen gerne zu einem Nationalpark machen, doch Gegner dieser Idee kämpfen erbittert dagegen an. Kurz vor Ende seiner Amtszeit hatte der ehemalige Bamberger Landrat Günther Denzler (CSU) ein knapp 780 Hektar großes Naturschutzgebiet nahe Ebrach ausgewiesen, um damit den Grundstein für den Nationalpark zu legen. Damit hatte er sich den Ärger der Staatsregierung eingehandelt.

Künftig, wenn die Neuregelung des Naturschutzgesetzes in Kraft tritt, ist die Regierung von Oberfranken verantwortlich für das Schutzgebiet - und nicht mehr der Landkreis Bamberg. Dann könnten Schritte zur Aufhebung des Naturschutzgebiets eingeleitet werden, so wie die Münchner Staatsregierung es wünscht.

Das Umweltministerium macht sich unterdessen dafür stark, den Steigerwald zum Unesco-Welterbe erklären zu lassen. Zur geplanten Bewerbung sind allerdings noch keine Details bekannt.

dpa

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