Nach Hinweisen von Zeitung

Museum findet Grafiken bei Gurlitt-Recherchen

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Das Museum Würzburg hat bei Recherchen im eigenen Bestand Grafiken berühmter Künstler wiedergefunden.

Würzburg - Nach einem Zeitungsbericht hat der Kunsthändler Gurlitt dem Würzburger Museum einst Bilder geschenkt - ein Blick ins Depot brachte tatsächlich Künstler-Grafiken zutage.

Der Münchner Kunstfund und die Diskussion um die Sammlung Gurlitt haben zu einer kuriosen Wiederentdeckung im Würzburger Museum im Kulturspeicher geführt. Mitarbeiter fanden nach einem Hinweis der „Main-Post“ im Depot Grafiken von Lovis Corinth, Oskar Kokoschka, Alfred Kubin, Edvard Munch, Max Pechstein und Renée Sintenis. Die Zeitung war bei Recherchen zum Kunstfund auf einen Bericht gestoßen, in dem von einer Schenkung des Kunsthändlers Wolfgang Gurlitt aus dem Jahr 1957 die Rede war.

„Wir freuen uns“, sagte Museumsleiterin Marlene Lauter am Montag. Von einer Überraschung wollte sie allerdings nicht sprechen: „Wenn Sie 30 000 Blatt im Bestand haben, können Sie die nicht alle auf dem Schirm haben.“ Es gebe nur zwei Kunsthistorikerinnen im Haus, die digitale Erfassung der Bestände komme daher nur langsam voran. „Die waren nicht verschütt, sie standen nur lange nicht im Blickpunkt.“

Wolfgang Gurlitt war der Cousin von Hildebrand Gurlitt, dessen Kunstsammlung im Frühjahr 2012 in der Wohnung seines Sohnes Cornelius in München sichergestellt wurde. Bei den Würzburger Werken handelt es sich um fünf Grafiken, mit denen die Künstler Wolfgang Gurlitt porträtiert hatten, sowie ein Faksimile einer Corinth-Grafik und eine allegorische Darstellung von Alfred Kubin. Gurlitt hatte sie der Städtischen Galerie der Residenzstadt geschenkt.

dpa

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