Urteil noch in dieser Woche

Hammerangriff auf Ehefrau

Regensburg - Ende eines Ehestreits: Ein Mann hat versucht seine Frau mit einem Hammer zu erschlagen. Sie hat schwer verletzt überlebt, er steht nun wegen versuchten Mordes vor Gericht.

Ein 62-jähriger Mann aus der Oberpfalz hat vor dem Landgericht Regensburg einen Hammerangriff auf seine Ehefrau zugegeben. Zum Auftakt des Prozesses wegen versuchten Mordes sagte der Verteidiger des Angeklagten, Michael Haizmann, am Montag: „Er hat mit direkter Tötungsabsicht auf seine Frau eingeschlagen.“ Seit Jahren hatte es Streitigkeiten zwischen den Eheleuten gegeben. Einige Monate vor dem Angriff hatten sie einen Neuanfang versucht. Im Juli 2012 griff der Rentner die 75-Jährige laut Anklage heimtückisch mit einem Hammer an. Insgesamt dreimal soll der Mann mit voller Kraft auf den Kopf seiner Frau eingeschlagen haben. Sie überlebte schwer verletzt.

Verteidigung und Staatsanwaltschaft schlossen nicht aus, dass der Mann in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wird, weil die Steuerungsfähigkeit des Angeklagten zum Tatzeitpunkt erheblich vermindert gewesen sei. „Bei meinem Mandanten wurde einige Monate vor der Tat ein hirnorganisches Syndrom festgestellt“, sagte Verteidiger Haizmann. Seit der Festnahme sitzt der 62-Jährige im Bezirksklinikum Straubing.

Der Entschluss stand schon längere Zeit fest

In seiner polizeilichen Vernehmung hatte der gelernte Schlosser ausgesagt, dass er mehrere Wochen vor der Tat den Entschluss gefasst hatte, seine Ehefrau zu töten. „Er sagte, er sei nicht erleichtert, dass seine Frau überlebt hatte“, sagte ein Vernehmungsbeamter am Montag. Das Urteil wird noch in dieser Woche erwartet.

Zum Prozessauftakt wurde der Angeklagte immer wieder von Weinkrämpfen geschüttelt. Er ist sehr abgemagert und wirkt deutlich älter als 62 Jahre - laut seinem Verteidiger eine Folge der Hirnerkrankung und des langen und intensiven Alkoholkonsums.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © dpa

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