Hausverwalter verlangen Schmiergeld: Bewährung

München - Ein Hausverwalter-Paar ist am Mittwoch in München wegen Bestechlichkeit und Untreue zu Bewährungsstrafen von je zwei Jahren verurteilt worden.

Der 71 Jahre alte Mann, der wegen 74 Fällen angeklagt war, muss außerdem 14 400 Euro Geldstrafe zahlen. Seine 67 Jahre alte Ehefrau muss wegen 16 Fällen eine Geldstrafe von 9 000 Euro zahlen. Die beiden haben zwischen 2001 und 2007 von Handwerkern und Lieferanten Schmiergelder für die Vergabe von Aufträgen verlangt. Das Gericht ging von einem Schaden in Höhe von rund 250 000 Euro aus.

Der Betrieb sei ihnen über den Kopf gewachsen, hielt die Strafkammer des Landgerichts den betagten Angeklagten zugute. Das Paar hat seine eigenen Immobilien eingebüßt und lebt inzwischen von der Rente. Die Bestechungsgelder retteten ihre Firma nicht vor dem Ruin. Das Insolvenzverfahren für das bankrotte Unternehmen wurde mangels Masse eingestellt und die GmbH im Handelsregister gelöscht.

dpa

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