Herrmann: Bayern ist das sicherste Bundesland

München - Bayern ist das sicherste Bundesland. Das sagte Innenminister Herrmann bei den 17. Präventionstagen in München. Die Landeshauptstadt kommt laut Kriminalitätsstatistik sogar noch besser weg. 

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) haben die Sicherheit im Freistaat gelobt. “Wir schauen auf eine erfreulich niedrige Kriminalitätsbelastung und haben zugleich eine hohe Aufklärungsrate. Das machte uns auch 2011 zum sichersten aller Bundesländer“, sagte Herrmann beim 17. Präventionstag am Montag, der heuer erstmals in München stattfindet.

Knapp zwei Drittel aller registrierten Straftaten im Freistaat werden nach Angaben des Ministers aufgeklärt. Für die Zukunft stellte Herrmann in Aussicht, nicht nachzulassen: “Man kann auf Dauer Spitzenstellungen nur halten, wenn man sich bemüht, noch besser zu werden.“

Kriminalstatistiken zufolge sei München “die wohl sicherste Millionenstadt Europas“, sagte Ude. Die Sicherheitslage habe auch mit der Prosperität der bayerischen Landeshauptstadt zu tun: “Eine vermögende Stadt ist halt auch in der Lage, Sozialprogramme zu finanzieren, die bei kommunaler Finanznot als erstes gestrichen werden, weil sie noch keine gesetzliche Pflichtaufgabe darstellen.“

Besonders wichtig ist den Politikern die Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). “Prävention muss Tag für Tag die Voraussetzung dafür schaffen, dass man sich in der Stadt sicher fühlt“, sagte Ude. “Der Tod von Dominik Brunner hat uns alle erschüttert. Ich halte es für wichtig, dass wir uns darüber aufregen, wenn so etwas passiert“, fügte Herrmann hinzu. In den vergangenen Jahren sei die Zahl der Delikte zurückgegangen. “Neben einer stärkeren Präsenz von Sicherheitskräften im ÖPNV ist auch die Videoüberwachung eine wichtige Sache.“ Meinungsumfragen zufolge halten 60 bis 80 Prozent der Fahrgäste eine technische Überwachung für richtig, sagte Herrmann.

Um die Sicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten, will der Freistaat besonders Jugendliche sensibilisieren. “In bestimmten Situationen ist es unheimlich wichtig, dass sich Menschen selbst engagieren, Zivilcourage und Hilfsbereitschaft zeigen. Dominik Brunner könnte vielleicht selbst noch leben, wenn andere ihm damals mitgeholfen hätten. Deshalb wollen wir gerade auch jungen Menschen in unserem Land entsprechend Mut machen“, kündigte Herrmann an. Beim Versuch, vier Schüler zu schützen, war Brunner am 12. September 2009 am Münchner S-Bahnhof Solln zu Tode geprügelt worden.

dpa

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