Herrmanns Baggerunfall ohne juristisches Nachspiel

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Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wird am Montag (14.05.2012) in Kempten von seinen Sicherheitsleuten aus einem umgekippten Bagger geborgen. Bei einem Spatenstich ist der 40 Tonnen schwere Schaufelbagger mit dem CSU-Politiker am Steuer auf die Seite gekippt.

Kempten - Der Baggerunfall von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat keine juristischen Folgen. Die zuständige Staatsanwaltschaft sieht keinen Bedarf für ein Ermittlungsverfahren.

Weder für Herrmann noch den Baggerführer oder die Chefs der Baufirma, der der Bagger gehört, kommt es zu einem juristischen Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Kempten wird gegen keinen Beteiligten Ermittlungsverfahren einleiten, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Herrmann sei als einziger verletzt worden und habe „im Hinblick auf den Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung“ keinen Strafantrag gestellt.

Da Herrmann nur leicht verletzt wurde, sieht die Staatsanwaltschaft kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung Dritter.

Herrmann war am 14. Mai bei einem sogenannten „Baggerstich“ mit dem Gefährt umgekippt, der inzwischen mancherorts den traditionellen Spatenstich ersetzt hat. Herrmann wurde eingeklemmt, der Baggerführer war noch rechtzeitig abgesprungen. Hermann hat keinen Baggerführerschein - doch den brauchte er laut Staatsanwaltschaft auch nicht. Denn Herrmann war nicht auf einer öffentlichen Straße unterwegs, sondern auf einer Baustelle. „Insbesondere bedurfte der Minister keiner Fahrerlaubnis, da es sich bei der Unfallörtlichkeit um nichtöffentlichen Verkehrsgrund handelte“, formulierten die Kemptener Ermittler.

dpa

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