Hochwasser: A8 zeitweise gesperrt 

Katastrophen-Alarm im Landkreis Günzburg

Günzburg - Im schwäbischen Landkreis Günzburg besteht weiterhin Katastrophenalarm wegen Hochwassers. Auch die A8 war zeitweise gesperrt.

In den schwäbischen Landkreisen Günzburg und Dillingen kämpfen weiter Hunderte Helfer gegen das Hochwasser. Im Kreis Günzburg war am Montagabend nach unwetterartigen Regenfällen der Katastrophenfall ausgerufen worden. Im Laufe des Dienstags stabilisierten sich die Wasserstände zwar auf einem hohen Niveau - bis zum Abend werden allerdings weitere Wassermassen aus Baden-Württemberg erwartet.

Vereinzelt schwappte die Flut auch in bebautes Gebiet. Keller liefen voll. Mit der Lage im Raum Deggendorf sei die Situation aber nicht vergleichbar, hieß es in den Lagezentren der Landratsämter. „Diese Zustände haben wir nicht“, sagte ein Sprecher in Günzburg. Es war zunächst unklar, wie lange der Katastrophenalarm bestehenbleibt. „Die Lage ist angespannt, aber stabil“, sagte der Sprecher. Die Autobahn 8 (München-Stuttgart), die zeitweise in Richtung Baden-Württemberg komplett gesperrt werden musste, war seit Dienstagmorgen wieder uneingeschränkt befahrbar.

Teilweise war in der Region mit der Warnstufe drei die zweithöchste Meldestufe erreicht. Im weiteren Verlauf der Donau bis Regensburg wurde noch mit weiter steigenden Wasserständen gerechnet. In Regensburg könnte dann ebenfalls wieder die Hochwassermeldestufe drei erreicht werden. Im besonders stark betroffenen Donaugebiet in Niederbayern wurde zunächst nur mit einem leichten erneuten Anstieg des Wassers gerechnet. Auch im Maingebiet sei wieder vereinzelt die Meldestufe zwei registriert worden, berichtet der Hochwassernachrichtendienst Bayern.

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Arbeiten dauern noch Wochen an

Die bayerischen Feuerwehren werden nach der Jahrhundertflut noch für mehrere Wochen mit den Aufräumarbeiten in Niederbayern beschäftigt sein. Seit zehn Tagen seien mehr als 25 000 freiwillige Helfer der Wehren in den Krisenregionen im Einsatz, teilte der Landesfeuerwehrverband am Dienstag in Unterschleißheim mit. „Sie füllten hunderttausende Sandsäcke, sicherten Dämme, retteten Personen aus Notlagen und pumpten tausende von Kellern leer“, berichtete der Verband.

Die Feuerwehren wollen in den nächsten Tagen mit dem Technischen Hilfswerk (THW) zusammen in der Katastrophenregion ausgelaufenes Öl beseitigen, Gastanks sichern, Tierkadaver bergen und Straßen sowie Wege vom Schlamm befreien. Außerdem sollen beschädigte Deiche an der Donau möglichst schnell repariert werden, kündigte Umweltminister Marcel Huber (CSU) an. Polizeihubschrauber mit Wärmebildkameras, die die betroffenen Gebiete überfliegen, sollen dabei helfen, gefährdete Stellen an den Deichen ausfindig zu machen.

Hochwasser in Bayern: Katastrophenalarm und Dauereinsatz 

Hochwasser in Bayern: Katastrophenalarm und Dauereinsätze

dpa

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