Horrorunfall mit Pferdekopf: Tier-Halterin verurteilt

Ansbach - Juli 2010: Ein Auto prallt mit einem Pferd zusammen, der Kopf des Tieres wird abgetrennt und erschlägt den Fahrer. Die Pferde-Halterin muss jetzt zahlen.

Rund neuneinhalb Monate nach dem schlimmen Unfall auf der Autobahn 6 nahe Neuendettelsau (Landkreis Ansbach) ist die Halterin des Pferdes wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Ansbach sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass die 29-Jährige die Koppel nicht richtig gesichert hatte und das Tier deshalb ausbrechen konnte. Demnach war die Einzäunung in einem schlechten Zustand. Ein Gutachter erklärte zudem, dass sich die Pferdehalterin nicht ausreichend darüber informiert habe, was zu beachten ist, wenn man Pferde in der Nähe der Autobahn hält.

Bei dem Unfall im Juli des vergangenen Jahres starb ein Familienvater aus Rheinland-Pfalz. Die Familie fuhr in der Nacht auf der Autobahn, wegen der Dunkelheit hatte der Vater das entlaufene Pferd zu spät bemerkt. Durch die Wucht des Zusammenpralls wurde der Kopf des Tieres abgetrennt. Er flog durch die Windschutzscheibe des Autos. Der 42-Jährige war sofort tot, seine Ehefrau und seine beiden Kinder erlitten Verletzungen. Ein zweites, ebenfalls von der Koppel entlaufenes Pferd wurde von einem Lastwagen erfasst und getötet. Die Pferdehalterin muss nun eine Geldstrafe von 4500 Euro zahlen. Vor Gericht brach sie mehrmals in Tränen aus. Die Vorwürfe zum schlechten Zustand der Koppel räumte sie sofort ein.

dpa

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