Hüttenwirt nach Massenerkrankung vor Gericht

Die Rappenseehütte im Allgäu: Hier erkrankten im vergangenen Jahr 230 Wanderer.

Sonthofen - Knapp ein Jahr nach einer Massenerkrankung von Wanderern in den Allgäuer Alpen muss sich ein Hüttenwirt an diesem Dienstag vor dem Amtsgericht Sonthofen verantworten.

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Massenerkrankung auf Berghütte: Prozess

Dem 38 Jahre alten Angeklagten aus dem Oberallgäu wird fahrlässiger Verstoß gegen die Trinkwasserverordnung vorgeworfen. Er soll trotz Verunreinigung einer UV-Wasserentkeimungsanlage Trinkwasser aufbereitet haben. Dieses Wasser hätte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht mehr an Gäste abgegeben werden dürfen, da es keine Trinkwasserqualität hatte.

Im August 2009 waren in den Allgäuer Alpen rund 230 Wanderer an Magen-Darm-Infektionen erkrankt, die meisten davon durch verschmutztes Trinkwasser der Rappenseehütte. Einige Wanderer hatten zusätzlich die hoch ansteckenden Noroviren in andere Hütten eingeschleppt. Die Rappenseehütte war daraufhin vorübergehend gesperrt und gründlich gereinigt worden. Von den erkrankten Wanderern waren 40 in Krankenhäusern behandelt worden.

dpa

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