Kajak-Unfall in Kempten: Bettlaken als Rettungsanker

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Kajak-Unfall: Mit Bettlaken haben Passanten gekenterte Jugendliche in Kempten gerettet.

Kempten - Wehr an der Iller bei Kempten unterschätzt: Passanten haben fünf gekenterte Jugendliche mit Bettlaken gerettet.   

Mit einem Bettlaken haben Passanten am Montag fünf junge Menschen aus einer Wasserwalze in Kempten gerettet. Wie die Polizei mitteilte, wurden drei Jugendliche mit Verdacht auf Unterkühlung zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.

Die Buben und Mädchen gehören einer Jugendgruppe aus Rot in Baden-Württemberg an, die mit sechs aufblasbaren Kajaks auf der Iller unterwegs war. Alle 14 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren sowie ihre beiden erwachsenen Betreuer waren mit Schwimmwesten ausgestattet.

An einem Wehr, das die Betreuer als ungefährlich eingestuft hatten, kenterten zwei der Boote. Dabei gerieten fünf Jugendliche in einen Strudel, aus dem sie sich aus eigener Kraft nicht mehr retten konnten. Ein Spaziergänger, der dies vom Ufer aus beobachtet hatte, konnte die Jugendlichen mit Hilfe eines langen Bettlakens an Land ziehen. Das Laken hatte er von Bewohnern einer angrenzenden Kleingartenanlage erhalten. Bei dem Unglück waren den Angaben zufolge Wasserwacht, Feuerwehr, Rettungsdienst und mehrere Streifen der Polizei im Einsatz. Zur Unterstützung aus der Luft war zudem ein Rettungshubschrauber eingesetzt worden.

dpa

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