In Kliniken behandelt

Immer mehr Kinder und Jugendliche depressiv

München - Immer mehr Kinder und Jugendliche in Bayern müssen wegen Depressionen in einer Klinik behandelt werden. Die Zahl ist fast sechsmal so hoch wie vor zwölf Jahren.

Innerhalb von zwölf Jahren hat sich die Zahl der stationären Behandlungen bei den 10- bis 19-Jährigen fast versechsfacht, wie die Krankenkasse DAK-Gesundheit am Freitag in München mitteilte. Waren es im Jahr 2000 noch 288 Fälle, stieg die Zahl im Jahr 2012 auf 1639. Knapp zwei Drittel der Patienten waren Mädchen oder junge Frauen. Die Krankenkasse beruft sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Gottfried Prehofer, Landeschef der DAK-Gesundheit in Bayern, sieht in der Entwicklung auch ein Zeichen für den veränderten Umgang mit psychischen Erkrankungen: „Wir sind sensibler. Heute ist es weniger ein Makel, wenn jemand an einer Depression erkrankt.“ Warnzeichen würden viel eher erkannt und depressive Störungen könnten frühzeitig behandelt werden. „Das Risiko, dass die Depression einen chronischen Verlauf nimmt, kann dadurch gesenkt werden.“

dpa

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