Rauschgift-Bande im Visier

Kiloweise Drogen und Waffen beschlagnahmt

Ansbach - Nicht nur mehrere Kilo Drogen, sondern auch zahlreiche Waffen findet die Polizei bei einer Dealerbande. Die Rauschgifthändler waren seit zehn Jahren in Mittelfranken aktiv. Nun sitzen vier Männer in Haft

Kiloweise Drogen und mehrere Waffen hat die Polizei bei einem in Mittelfranken und Brandenburg agierenden Drogenring beschlagnahmt. Die Bande war etwa zehn Jahre lang in der Region aktiv. Gegen 30 Verdächtige wird ermittelt, sieben Männer sitzen bereits in Untersuchungshaft, wie die Beamten am Freitag mitteilten. Etwa ein halbes Jahr hatten sie ermittelt.

Ein 46 Jahre alter Mann und sein 29-jähriger Sohn aus Oranienburg (Brandenburg) zählen zu den Hauptverdächtigen. Bei ihnen wurden mehrere hundert Schuss Munition, Granaten und ein selbst gebauter Sprengsatz gefunden; außerdem mehrere tausend Tabletten Ecstasy, 18 Kilogramm Kokain, mehrere Kilo Amphetamin, Kartons voller Anabolika sowie etwa 1000 Cannabis-Pflanzen.

Weitere Verdächtige, darunter auch Konsumenten, kommen aus den Landkreisen Weißenburg-Gunzenhausen und Ansbach sowie aus Nürnberg. Für ihre Deals seien die beiden Brandenburger meist in den Landkreis Ansbach gekommen.

„Stufenweise“ habe man die „Ebenen des Netzwerkes“ offen legen könnten, sagte Hermann Lennert, Leiter der Kripo Ansbach. Begonnen hatten die Ermittlungen im Juli 2014, als die Polizei zwei Männer aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bei der Bestellung von Crystal Meth im Internet ertappte. Der 32-Jährige sowie ein 29-Jähriger führten sie zu zwei Männern im Alter von 26 und 28 Jahren aus dem Landkreis Ansbach. Diese wurden im August festgenommen.

Einer der Männer nannte wiederum als Lieferanten den 46-jährigen Brandenburger sowie dessen Sohn. Trotz der Beweise legte der 29-Jährige erst im Januar ein Teilgeständnis ab. Später nahm die Polizei in Mittelfranken noch einen 28-jährigen Lehrling fest, der ebenfalls regelmäßig gedealt haben soll. Die Ermittlungen gegen die Hintermänner des Brandenburger Duos laufen noch, werden aber nicht von der Ansbacher Kripo geführt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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