Kolping baut Entwicklungshilfe aus

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Im Krankenhaus von Kenema, der drittgrößten Stadt des westafrikanischen Staates Sierra Leone sitzen Mütter mit ihren an Malaria erkrankten Kindern und warten auf Hilfe. (Symbolbild)

Passau - Das Kolpingwerk plant seine Entwicklungshilfe-Projekte auszubauen. Weltweit fördert der Sozialverband Bedürftige. Damit sie sich aus der Armut befreien können, baut das Kolping auf ein einfaches Konzept.

Das Kolpingwerk hat im vergangenen Jahr trotz der Wirtschaftskrise seine Entwicklungshilfe ausbauen können. Insgesamt seien im Jahr 2009 mehr als 8,6 Millionen Euro an Projekte in 43 Ländern gegangen, berichtete Kolping International in Passau. Damit wurde die Summe der Projektgelder aus den Vorjahren leicht übertroffen.

Berufliche Bildung ist der Schlüssel

Der katholische Sozialverband unterstützt Maßnahmen in Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Es werden beispielsweise auch Kleinkredite vergeben, damit sich Menschen als Unternehmer selbstständig machen können. Das Kolpingwerk mit Sitz in Köln setzt auf die Ausbildung von Bedürftigen. “Durch berufliche Bildung und die Schaffung von Arbeitsplätzen geben wir ihnen die Mittel an die Hand, sich aus eigener Kraft aus der Armut zu befreien“, erklärte Generalsekretär Hubert Tintelott laut Mitteilung. Dafür seien allein in Lateinamerika im vergangenen Jahr rund 79 000 Männer und Frauen geschult worden. Anschließend wurden 1500 Mini-Kredite von durchschnittlich 350 Euro an die Teilnehmer gegeben, damit diese sich als Handwerker, Straßenverkäufer oder in ähnlichen Berufen selbstständig machen können.

Laut dem Verband konnten die Einnahmen für die Projekte im vergangenen Jahr um 13 Prozent gesteigert werden. Teilweise würden diese Mittel aber erst im Folgejahr ausgegeben, sagte eine Sprecherin. Ein Drittel der Projektsumme käme durch Spenden aus Deutschland, der Schweiz und Südtirol zusammen, der Rest stamme aus den Entwicklungshilfe-Töpfen der Bundesregierung.

lby

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