Landeskomitee der Katholiken in Bayern

"Sterbehilfe für Sexualmörder wie Todesstrafe"

München - Das Landeskomitee der Katholiken in Bayern hat die aktive Sterbehilfe für einen inhaftierten Sexualmörder in Belgien mit der Todesstrafe gleichgesetzt.

Die höchstrichterliche Genehmigung zur Sterbehilfe für den 50-Jährigen „löst bei mir blankes Entsetzen aus“, sagte der Vorsitzende des obersten bayerischen Laiengremiums, Albert Schmid, am Dienstag in München. „Damit wird die Todesstrafe durch die Hintertür eingeführt.“

Der wegen Mordes und Vergewaltigung Verurteilte ist der erste Häftling Belgiens, dem die Inanspruchnahme aktiver Sterbehilfe zugebilligt wurde. In Belgien ist die Sterbehilfe seit 2002 erlaubt.

Mit Blick auf die Debatte über die Novellierung der Gesetzgebung zur Sterbehilfe in Deutschland sagte Schmid: „Die organisierte oder gar gewerbsmäßige Form der Sterbehilfe darf nicht unterstützt werden.“ Es gehe vielmehr darum, Schwerkranke und Sterbende zu begleiten, meinte der Vorsitzende des Laiengremiums.

dpa

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