Landesbischof kritisiert eigene Kirche

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Landesbischof Johannes Friedrich geht mit der eigenen Kirche hart ins Gericht.

Nürnberg - Der evangelische Landesbischof Johannes Friedrich ist hart mit einigen Sozialeinrichtungen seiner Kirche ins Gericht gegangen.

“Mit zunehmendem Unbehagen“ beobachte er, dass sich einige diakonische Einrichtungen nur “sehr lose mit der Kirche verbunden fühlen“ und sich eher als “professionelle Dienstleistungsunternehmen“ verstehen.

“Wenn die Bindung zwischen Kirche und Diakonie immer loser wird - bis hin zur Auflösung -, dann haben wir einen wesentlichen Anteil unseres kirchlichen Auftrags verfehlt“, sagte Friedrich nach Angaben seines Sprechers am Donnerstag in der Kirche St. Sebald in Nürnberg. Dort wurde der neue Präsident des Diakonischen Werks Bayern, Michael Bammessel, in sein Amt eingeführt.

Bammessel sei eine Verbindung zwischen Kirche und Diakonie wichtig, lobte Friedrich. Zugleich beklagte er, dass auch einige Kirchengemeinden und Dekanate ihre diakonischen Einrichtungen auslagerten und nur wenig Verbindung zu ihren Diakonievereinen pflegten. Diakonische Einrichtungen dürften sich nicht von der Kirche abkoppeln.

dpa

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