Streit um Personalpolitik

Legoland: Zweiter Brief an den Lego-Chef

Günzburg - Lego-Chef Kristiansen hat zum zweiten Mal Post aus Legoland in Günzburg erhalten: Denn nicht alle Mitarbeiter des Freizeitparks tragen die Forderung nach Tariflöhnen mit.

Mitarbeiter von Legoland Deutschland in Günzburg haben sich erneut in einem Brief an den Lego-Hauptaktionär Kjeld Kirk Kristiansen gewandt. Darin möchten sie "die tatsächlichen Verhältnisse, die im Legoland herrschen, richtig stellen". Das Schreiben ist eine Reaktion auf den offenen Brief, den Betriebsräte mit Unterstützung der Gewerkschaft "Nahrung-Genuss-Gaststätten" (NGG) an den Lego-Chef gesendet hatten. Darin hatten Legoland-Betriebsräte Sorge um den guten Ruf des Parks aufgrund zuletzt negativer Berichterstattung geäußert und ihre Bedenken über eine gesicherte Altersvorsorge der Mitarbeiter kundgetan.

Nicht alle Mitarbeiter sehen jedoch Grund zu der Beschwerde. "Wir bedauern sehr, dass der von uns gewählte Betriebsrat anscheinend nur noch starr die Interessen der Gewerkschaft vertritt, statt uns Mitarbeiter nach unserer Meinung zu fragen", heißt es in dem neuen Schriftstück, das unserer Redaktion vorliegt. Die Art und Weise, in der die Gewerkschaft Tarifverträge für die Mitarbeiter durchsetzen wolle, verurteilten die Verfasser als "unverständlich": Die Ziele der Gewerkschaft NGG stimmten nicht mit den Bedürfnissen der Mitarbeiter überein.

Rund 70 der ingesamt 1100 Mitarbeiter von Legoland Deutschland haben das neue Schreiben an den Hauptaktionär Kristiansen unterzeichnet und sich damit ausdrücklich vom Brief des Betriebsrates distanziert. Über eine Antwort des Lego-Chefs auf die Briefe ist indes nichts bekannt. Der öffentliche Streit um die Personalpolitik von Legoland Deutschland wird somit wohl weiter andauern.

est

Rubriklistenbild: © dpa

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