Lehrerverband: Stundenplan steht auf der Kippe

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Der BLLV prognostiziert für das zweite Schulhalbjahr dramatische Stundenstreichungen und -kürzungen.

München - Den bayerischen Schulen drohen dramatische Einschnitte: Der Stundenplan steht laut Bayerischem Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) auf der Kippe. Es geht um Stundenverluste.

Die Unterrichtspläne an vielen Schulen im Freistaat stehen nach Ansicht des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) auf der Kippe. „Weil die Personaldecke hauchdünn ist, können Stundenstreichungen und -kürzungen in zweiten Schulhalbjahr dramatische Formen annehmen“, sagte BLLV-Präsident Klaus Wenzel am Mittwoch in München. Besonders alarmierend sei die Situation an Grund-, Haupt- und Mittelschulen in Oberbayern und Unterfranken. Die Regierung von Unterfranken versuche sogar, Studenten höherer Semester mit befristeten Arbeitsverträgen in die Schulen zu holen.

Das Kultusministerium wies den Vorwurf als unrealistisch zurück. „Der Unterrichtsausfall an Grund-, Haupt- und Mittelschulen liegt bei unter zwei Prozent. Das ist alles andere als dramatisch“, sagte Sprecher Ludwig Unger. Außerdem gebe es die mobile Lehrerreserve, und zusätzlich könnten Schulen bei Bedarf Aushilfskräfte engagieren.

Das Ministerium hatte angekündigt, zum Februar nur ein Viertel der etwa 800 Junglehrer einzustellen. Dies entspreche den Zahlen der Vorjahre. Der Bayerische Philologenverband (bpv) hatte schon am Montag Alarm geschlagen: Angesichts von anstehenden Pensionierungen oder Ausfällen wegen Schwangerschaften bräuchten die Schulen dringend mehr Nachwuchslehrer. Wenzel sagte, das Kultusministerium solle die Situation nicht schönreden, sondern rasch Gegenmaßnahmen einleiten. „Das ist angesichts der Steuermehreinnahmen der vergangenen zwei Jahre kein Problem.“

dpa

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