Dreiste Betrügerbande fliegt auf

Schockanrufer machen fette Beute

In den Landkreisen Pfaffenhofen und Eichstätt haben drei Litauer eine Rentnerin um 11.000 Euro gebracht. Sie griffen dabei auf eine bekannte Masche zurück und versuchten es bei mehreren Bürgern.

Schamlos ausgenutzt haben so genannte Schockanrufer die Gutgläubigkeit von hilfsbereiten Bürgern in den Landkreisen Pfaffenhofen und Eichstätt. Mittels dreister Lügen haben die Unbekannten mehrere tausend Euro, unter anderem von einer 83-jährigen Rentnerin, erbeutet. Sie gaukelten den Opfern die alte Masche vor, Verwandte zu sein und in Schwierigkeiten zu stecken. Die Kriminalpolizei Ingolstadt bekam jedoch Wind von der Sache und leitete umgehend die Ermittlungen ein - mit Erfolg. Am vergangenen Freitag nahm die Polizei drei litauische Tatverdächtige fest, die am Samstag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt vorgeführt wurden. Gegen das Trio wurde bereits Haftbefehl erlassen.

Auf die Schliche kam die Polizei den Betrügern, nachdem am Freitag bekannt wurde, dass in Manching vier weitere Schockanrufe eingegangen waren. Im Fahndungsraum fiel den Ermittlern der Ingolstädter Kripo ein goldfarbener BMW mit litauischem Kennzeichen auf. Bei der Kontrolle des Fahrzeugs und der drei männlichen Insassen im Alter von 30, 31 und 36 Jahren konnten mehrere tausend Euro Bargeld sichergestellt werden, dessen Herkunft laut Polizei unklar ist. 

Die oben genannte, 83-jährige Rentnerin aus Manching war beispielsweise auf den Schwindel reingefallen und um 11.000 Euro betrogen worden. Der Anrufer gab der aus Russland stammenden Frau vor, einen schweren Verkehrsunfall verursacht zu haben. Erst forderte er 3000 Euro, anschließend weitere 8000. Ein Unbekannter holte das Geld bei der Seniorin ab.

Nur wenige Stunden zuvor hatten die Gauner eine 48-Jährige aus Eichstätt angerufen und 40.000 Euro gefordert. Die Frau erkannte den Schwindel jedoch und beendete das Telefonat.

Die Kriminalpolizei Ingolstadt nimmt weiterhin um Hinweise unter der Telefonnummer 0841-9343-0 von Zeugen oder Geschädigten entgegen, die ebenfalls angerufen worden sind oder verdächtige Wahrnehmungen in diesem Zusammenhang machen konnten.

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So schützen Sie sich vor dieser Betrugsmasche:

1) Fragen Sie bei einem solchen Telefonat nach persönlichen Daten/ Erlebnissen, die nur Ihr Verwandter beantworten kann.

2) Rufen Sie die übliche Nummer des Verwandten an.

3) Ziehen Sie im Zweifelsfall Familienmitglieder oder unverzüglich die Polizei hinzu.

4) Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht kennen.

5) Informieren Sie auch Bekannte aus der Zielgruppe der Täter, die der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig sind und sich deshalb in den Medien nicht über diese Betrugsmasche informieren können.

Rubriklistenbild: © dpa

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