Bahn-Streik: Die Auswirkungen in Bayern

München - Zugreisende in Bayern sind am frühen Montagmorgen kaum von den neuerlichen Lokführer-Streiks bei den Privatbahnen beeinträchtigt worden.

Die Lokführergewerkschaft GDL hat Beschäftigte der Bahn-Gesellschaften Alex, Regentalbahn, Vogtlandbahn, Berchtesgadener LandBahn sowie der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) und der Bayerischen Regiobahn zum Streik aufgerufen.

Die BOB geht nach eigenen Angaben aber davon aus, dass - wie bei den vorherigen Streiks - keiner der Lokführer streiken wird. Bei der Bayerischen Regiobahn hätten sechs Lokführer ihre Arbeit niedergelegt: “Es ist uns aber gelungen, zumindest für den Vormittag einen Ersatz zu finden, so dass es zu keinen Einschränkungen kommt“, sagte Sprecher Heino Seeger. Vogtlandbahn und Alex rechneten zwar mit Verspätungen und Zugausfällen, bis zum Morgen war es allerdings nicht zu Beeinträchtigungen gekommen.

Seit 2.30 Uhr sind die Lokführer bei den sechs großen Konkurrenten der Deutschen Bahn im Regionalverkehr zum Streik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen sollen 24 Stunden andauern, nicht gestreikt wird im Fernverkehr und bei der Deutschen Bahn selbst. Bundesweit müssen sich dennoch viele Pendler im Berufsverkehr auf Ausfälle und Verzögerungen einstellen, Einschränkungen gibt es überwiegend im Norden Deutschlands.

Die GDL fordert einheitliche Standards für alle Lokführer der Branche. Mit der Deutschen Bahn wird inzwischen wieder verhandelt. Die Konkurrenten hatten jedoch seit der letzten Streikwelle keine neue Gesprächsbereitschaft signalisiert. Deshalb rief die GDL erneut zum Arbeitskampf auf. Betroffen sind die Unternehmen Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn sowie deren Tochtergesellschaften.

dpa

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