Lokführer-Frau verklagt Opfer-Familie

Nürnberg - Nach einem Bahnunglück verlangt die Ehefrau des Lokführers Schmerzensgeld von den Angehörigen des Opfers. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

Die Klägerin geht davon aus, dass sich der Heranwachsende im Januar 2009 in Suizidabsicht vor den Zug geworfen hat, teilten die Justizbehörden in Nürnberg am Montag mit. Da die Angehörigen die Geldforderung zurückwiesen, soll der Fall an diesem Dienstag (26. Juli) vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth geklärt werden.

Die Klägerin begründet ihre Forderung damit, dass ihr Mann seit dem Bahnunfall auf der Strecke zwischen Nürnberg und Lauf ununterbrochen unter Alpträumen und starken Kopfschmerzen leide. Außerdem sei er zwei Wochen arbeitsunfähig gewesen. Insgesamt verlangt die Ehefrau 15 000 Euro Schmerzensgeld von der Familie des Toten. Als Klägerin tritt die Frau auf, weil der Bahnmitarbeiter seine Ansprüche an die Ehefrau abgetreten hat.

dpa

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