Geständnis

Mann erschlägt Ehefrau mit Hammer

+
Armin S. hat vor dem Landgericht Nürnberg zugegeben, seine Frau mit einem Hammer erschlagen zu haben.

Nürnberg - Ein 50-Jähriger hat vor dem Landgericht Nürnberg gestanden, seine Ehefrau getötet zu haben. Er habe keinen Ausweg gesehen.

Als der Schuldenberg immer drückender wurde, drehte er durch und schlug zu: Aus Wut über seine wachsenden finanziellen Probleme hat ein 50 Jahre alter Mann in Röthenbach an der Pegnitz seine Ehefrau getötet. In seinem umfassenden Geständnis vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth gab er am Donnerstag zu, die auf einer Couch schlafende Frau mit einem schweren Hammer erschlagen zu haben. Er habe sich von der 30-Jährigen und ihrer Schwester ausgenutzt gefühlt. Am Ende habe er auf einem Schuldenberg von 120 000 Euro gesessen und keinen anderen Ausweg mehr gesehen, sagte er zum Prozessauftakt.

Nach der Bluttat im März 2010 habe er sich eigentlich selbst umbringen wollen. Weil ihn aber der Mut verlassen habe, sei er stattdessen mit dem letzten Geld nach Österreich in die Steiermark geflüchtet. Dort fand der mittellose Franke wochenlang im einem Obdachlosenasyl eine Unterkunft. Seine offizielle Anmeldung bei der örtlichen Gemeindeverwaltung führte die Nürnberger Ermittler schließlich auf seine Spur. Knapp drei Monate nach der Tat wurde er verhaftet. Die Leiche seiner Frau war erst einen Monat nach der Tat in der Wohnung entdeckt worden.

Dem Mord ein Streit über einen 80 Euro teuren Hosenanzug vorausgegangen, den sich seine Frau bei einem Versandhaus bestellt hatte. Der hoch verschuldete Landschaftsgärtner sagte, er habe an seine Frau appelliert, „doch finanziell etwas langsamer zu tun“. Er habe wegen der schlechten Auftragslage im Winter kaum noch Geld zum Tanken gehabt. Danach hätten sich beide auf einem Sofa zum Schlafen gelegt. Als er mitten in der Nacht aufgewacht sei, habe er beschlossen, „einfach Schluss zu machen“.

Nicht nur seine Ehefrau habe ihn in den wirtschaftlichen Ruin getrieben, sondern auch schon ihre Schwester, mit der vorher ein Jahr lang eine Beziehung hatte. Beide hätten ihn immer wieder um Geld gebeten - teils auch zur Unterstützung ihrer in Bulgarien lebenden Familie. Schließlich habe er auch noch für ein in Bulgarien lebendes Kind seiner Frau finanziell aufkommen müssen. Um die vielen Wünsche seiner Frau nicht abschlagen zu müssen, habe er schließlich sogar seine Lebensversicherung aufgelöst. Am Ende habe er große Außenstände beim Finanzamt gehabt und selbst seine Miete nicht mehr zahlen können.

Mit einem umfassenden Geständnis hat in Nürnberg der Mordprozess gegen einen 50 Jahre alten Mann aus Röthenbach an der Pegnitz begonnen. Vor dem Landgericht gab er am Donnerstag zu, im März 2012 seine schlafende Ehefrau mit einem Hammer erschlagen zu haben.

dpa

Meistgelesene Artikel

Mann (56) erfasst Bub beim Einparken

Illertissen - Mit schweren Verletzungen wurde ein zehn Jahre alter Bub in eine Klinik gebracht. Ein 56-Jähriger hatte ihn auf einem Gehweg angefahren.
Mann (56) erfasst Bub beim Einparken

Heldenhaft: Mann stoppt betrunkenen Geisterfahrer

Bamberg - Ein geistesgegenwärtiger Bürger hat in Oberfranken eine lebensgefährliche Geisterfahrt mit mehr als vier Promille verhindert.
Heldenhaft: Mann stoppt betrunkenen Geisterfahrer

Kreditkartenbetrug: Drei Festnahmen in München und Eching

München - Zugfahrkarten im Wert von 30 000 Euro sollen drei Männer in München und Eching gekauft haben - mit geklauten Kreditkartendaten.
Kreditkartenbetrug: Drei Festnahmen in München und Eching

Kommentare