Nebenbuhler erstochen - Täter zu 13 Jahren Haft verurteilt

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Der 43-jährige Augsburger (r.) soll dem neuen Partner seiner Ex-Freundin die Kehle durchgeschnitten haben.

Augsburg - Ein Mann will seine Ex-Freundin zurück - und bringt deshalb deren neuen Partner um. Er ist krank, sagt ein Gutachter am Augsburger Landgericht. Vor seiner jahrelangen Haftstrafe muss der Täter in die Psychiatrie.

Weil er dem neuen Partner seiner Ex-Freundin die Kehle durchgeschnitten hat, ist ein Mann vom Augsburger Landgericht zu 13 Jahren und 6 Monaten Haft wegen Mordes verurteilt worden. Ein Gutachter habe dem 43-Jährigen bescheinigt, psychisch krank zu sein, sagte ein Gerichtssprecher am Montag in Augsburg.

Deshalb müsse der Täter vor Haftantritt so lange in einer psychiatrischen Einrichtung bleiben, bis er geheilt sei. Die Kammer sei von einer erheblich verminderten Schuldfähigkeit des Mannes ausgegangen. Bei der Rekonstruktion des Tathergangs folgte sie weitgehend der Argumentation der Staatsanwaltschaft.

Diese hatte dem 43-Jährigen vorgeworfen, im Sommer 2011 mit einem Küchenmesser auf seinen Nebenbuhler eingestochen und ihm anschließend die Kehle durchgeschnitten zu haben. Der Staatsanwalt forderte am Montag 14 Jahre Haft und die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik, die Verteidigung 8 Jahre. Der Verurteilte hatte die Tat zum Prozessauftakt gestanden und gesagt, er habe sie nicht geplant. Das sah die Kammer anders. “Eine Planung ging voraus, zumindest ab einem bestimmten Zeitpunkt“, sagte der Sprecher. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Das 38 Jahre alte Opfer verblutete. Er habe wie in Trance gehandelt und die Kontrolle verloren, als er seine Ex-Freundin mit ihrem neuen Partner gesehen habe, sagte der Täter. “Ich habe sie so sehr geliebt.“ Er habe die heute 54-Jährige nicht verlieren wollen. “Sie war wie eine Droge für mich.“ Die Beziehung dauerte rund anderthalb Jahre. Vor der Kammer bat der gelernte Automechaniker um Vergebung für die Tat.

Nachdem sich die Frau von ihm getrennt hatte, soll er sie nicht mehr in Ruhe gelassen haben. Er habe sie ständig angerufen und vor ihrer Arbeitsstätte auf sie gewartet, sagte die 54-Jährige. Ihr Ex-Freund habe ihr auch gedroht, jeden umzubringen, der sie anfasse. Am Ende gab es sogar ein gerichtliches Kontaktverbot gegen ihn - an das er sich jedoch offensichtlich nicht hielt. Der Mann gab zu, er sei manchmal richtig lästig gewesen.

dpa

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