Marx: Vorwurf der Missbrauchs-Vertuschung „falsch“

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Kardinal Reinhard Marx

München/Ettal – Aufs schärfste weist die Erzdiözese München und Freising einen Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ zurück, in dem behauptet wird, Kardinal Reinhard Marx habe 2010 einen Missbrauchsfall drei Monate lang vertuscht.

Der Pressesprecher des Ordinariats teilte zu dem zunächst online verbreiteten Artikel mit, dass die Zeitung zu Widerruf und „Unterlassung der unwahren und ehrenrührigen Falschbehauptung aufgefordert“ worden sei. Er kündigte gerichtliche Schritte an.

In dem Bericht wird ein Fall eines Erziehers aus dem Kloster Ettal dargestellt. Am 5. April 2010 habe sich ein mutmaßliches Opfer beim Missbrauchsbeauftragten der Erzdiözese gemeldet und angegeben, er sei 1985/86 missbraucht worden. Das Erzbistum habe den Fall aber erst drei Monate später Staatsanwaltschaft und Kloster gemeldet. Zwischen Marx und dem Kloster gab es während der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals heftigen Streit.

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