Mehr Geld in der Milchwirtschaft

München - Die rund 14.000 Beschäftigten der bayerischen Milchwirtschaft bekommen drei Prozent mehr Geld.

Unter der Schlichtung des früheren bayerischen Wirtschaftsministers Otto Wiesheu (CSU) einigten sich Arbeitgeber und die Gewerkschaft Nahrung- Genuss-Gaststätten am späten Donnerstagabend auf einen neuen Tarifvertrag für die Branche und wendeten damit einen Arbeitskampf ab. Auch die Vergütungen der Auszubildenden sollen demnach um drei Prozent steigen. Für sie sei außerdem ein Anspruch auf die Übernahme für zwölf Monate vereinbart worden, teilte die NGG am Freitag mit. Der Abschluss hat eine Laufzeit von zwölf Monaten.

Die NGG hatte die Schlichtung als letzte Chance für eine friedliche Lösung des Tarifstreits bezeichnet und für den Fall ihres Scheiterns mit Streik gedroht. NGG-Landesbezirkschef Hans Hartl erklärte, bis 30. Juni kommenden Jahres sollten auch tarifliche Regelungen zur Altersteilzeit für ältere Arbeitnehmer der Branche gefunden werden. Sollte dies nicht gelingen, werde die Schlichtung in diesem Punkt fortgesetzt. Zugleich kritisierte Hartl, die Arbeitgeber seien nicht bereit gewesen, Leiharbeitern gleichen Lohn für gleiche Arbeit zu zahlen. “Von diesem gewerkschaftlichen Prinzip werden wir durch keine weichgespülte und unverbindliche Regelung abweichen. Das bleibt auf unserer Tagesordnung.“

dpa

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