Mehrere Klagen gegen Nürnberger Moscheebau

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Hier soll die neue Moschee entstehen

Nürnberg - Die Gegner einer geplanten Moschee in Nürnberg gehen jetzt auch juristisch gegen den Neubau vor. Sie stört vor allem das 13 Meter hohe Minarett, von dem aber kein Muezzin rufen wird.

Bislang seien sechs Klagen und zwei Eilanträge für einen sofortigen Baustopp eingereicht worden, sagte ein Sprecher des zuständigen Verwaltungsgerichtes Ansbach am Dienstag. In den Eilverfahren werde nun „zeitnah“ entschieden. Einen genauen Termin konnte der Justizsprecher noch nicht nennen. Wahrscheinlich wird es eine Entscheidung im September geben.

Die Stadt hatte nach einem heftigen Streit im Rathaus im Juni grünes Licht für den Bau gegeben. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunk (BR) störten sich vor allem Anwohner an dem Bau im Stadtteil Hasenbuck. Anders als bei den bislang elf Moscheen in der Stadt soll das neue Gotteshaus der Gemeinde Ahmadiyya Muslim Jamaat im Stadtteil Hasenbuck ein etwa 13 Meter hohes Minarett erhalten. Dieser Turm dient aber nur der Optik. Er ist nicht begehbar, ein Muezzin-Ruf ist nicht geplant.

Die Ahmadiyya-Glaubensgemeinschaft gilt es liberal und reformorientiert und wird von den Behörden als verfassungstreu eingestuft. Vor allem die CSU-Stadtratsfraktion hatte sich vehement gegen die Moschee in der Nähe zweier Hochhäuser ausgesprochen.

Ein Sprecher der Gemeinde zeigte am Dienstag Verständnis für die Bedenken der Anwohner. Der Bau der Moschee habe noch nicht begonnen und man werde damit nun noch warten. „Wir wollen den Anwohnern die Möglichkeit geben, uns kennenzulernen“, sagte Sprecher Imran Zaka der Nachrichtenagentur dpa.

Die Moschee soll nach Angaben den Gemeinde in etwa die Dimensionen eines größeren Zweifamilienhauses haben und einen etwa 150 Quadratmeter großen Männergebetsraum im Erdgeschoss sowie einen 100 Quadratmeter großen Frauengebetsraum im Obergeschoss beherbergen.

dpa

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