Demonstration in Nürnberg

Proteste gegen Freihandelsabkommen

Nürnberg - Etwa 300 Menschen haben in Nürnberg gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA protestiert. Sie fordern einen sofortigen Stopp der Verhandlungen.

Landwirte und Umweltschützer befürchten, dass durch das transatlantische Handelsabkommen die in Europa geltenden Qualitätsstandards im Umwelt- und Verbraucherschutz gelockert werden. „Wir sehen unsere Demokratie in Gefahr“, sagte Marion Ruppaner vom Bund Naturschutz bei der Demo am Donnerstag.

In den seit Juli 2013 laufenden Gesprächen gehe es nicht um die Umwelt oder die Gesundheit der Bürger, sondern um die Gewinnmaximierung von Unternehmen. Andrea Dornisch vom Bündnis gentechnikfreier Landkreis Roth/Schwabach kritisierte, die Verhandlungen fänden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und öffneten der Gentechnik „sämtliche Türen und Tore“.

Die Initiatoren der Demonstration, der Bund Naturschutz und das Agrarbündnis Bayern, fordern einen sofortigen Stopp der Verhandlungen. Nach der Kundgebung zogen die Demonstranten vor das Heimatministerium, um dort eine Resolution gegen das geplante Abkommen zu übergeben.

Der zuständige Minister Markus Söder (CSU) hat bereits am 8. März im Interview mit dem Münchner Merkur eine Volksabstimmung über das umstrittene Freihandelsabkommen gefordert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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