Die Fluss soll natürlich bleiben

Menschenkette gegen Staustufe an der Donau

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Protest in Deggendorf gegen den sanften Ausbau der Donau.

Deggendorf - Den letzten freifließenden Teil der bayerischen Donau wollen Naturschützer retten. Sie protestieren mit einer Menschenkette gegen den Bau eienr Staustufe.

Etwa 250 Naturschützer haben am Dienstag in Deggendorf mit einer Menschenkette für einen sanften Ausbau der Donau protestiert. Die Aktion richtete sich gegen eine Veranstaltung des Ost-West-Wirtschaftsclubs (OWWC), der parallel in der Hochschule Deggendorf den Ausbau des Flusses mit einer Staustufe bewarb. Eine Staustufe würde die Hauptschlagader des letzten freifließenden Teils der bayerischen Donau einengen und von den umliegenden Auen abschneiden, kritisierte Hannelore Summer vom Landesverband für Vogelschutz in Bayern.

Seit Jahren streiten Umweltschützer und Schifffahrtslobbyisten wegen des Ausbaus auf dem rund 70 Kilometer langen Abschnitts zwischen Straubing und Vilshofen. Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU) hatte sich vor Wochen gegen einen Ausbau mit einer Stauanlage ausgesprochen, weil dies einen massiven Eingriff in die Natur und Verschlechterungen für den Flussabschnitt zur Folge hätte. Ende des Jahres soll das Ergebnis einer EU-Studie zu zwei Ausbauvarianten für die Donau vorliegen.

Der OWWC-Präsident reagierte mit Unverständnis. Die Donau müsse in die Lage versetzt werden den künftigen zusätzlichen Verkehr aufzunehmen, erklärte der ehemalige bayerische Staatsminister Eberhard Sinner (CSU). „Ohne eine Ertüchtigung der Donau wird der gesamte Verkehr auf der Autobahn landen.“

dpa

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