Mixa sprach "freimütig und fröhlich" mit dem Papst

München/Rom - Nach seiner Audienz bei Papst Benedikt XVI. fühlt sich der zurückgetretene Augsburger Bischof Walter Mixa “erleichtert“.

Er sei “sehr froh, dass ich 50 Minuten lang mit dem Heiligen Vater freimütig und fröhlich habe sprechen können“, sagte Mixa dem Nachrichtenmagazin “Focus“. Über Details allerdings wolle er nicht reden, da der Heilige Stuhl dazu das Nötige und “sehr Positive“ veröffentlicht habe. Wohin Mixa sich zurückziehen wird, weiß er noch nicht. “Das muss noch entschieden werden.“ Der Papst hatte am Donnerstag in der Privataudienz endgültig klargemacht, dass es für Mixa keinen Weg zurück auf den Bischofsstuhl gibt.

Nach Angaben des Vatikans räumte Mixa in der Audienz erneut Fehler und Irrtümer ein, “die zu einem Vertrauensverlust führten und die den Rücktritt unvermeidlich werden ließen“. Der 69-Jährige werde sich nun “zu einer Zeit des Schweigens, der Sammlung und des Gebets zurückziehen“. Mixa soll in seiner Zeit als Stadtpfarrer in Schrobenhausen Kinder geschlagen und Stiftungsgelder zweckentfremdet haben.

Die Mixa-Affäre sorgte im Bistum Augsburg für viel Streit. Inzwischen wird bereits über mögliche Nachfolger spekuliert. Doch erst wenn klar sei, wohin Mixa nach einem Auszug aus dem Augsburger Bischofspalais gehe, könne auch über Kandidaten für den Bischofsstuhl diskutiert werden, hieß es. Bis zu einer Neubesetzung können Monate vergehen.

dpa

Meistgelesene Artikel

Mann (56) erfasst Bub beim Einparken

Illertissen - Mit schweren Verletzungen wurde ein zehn Jahre alter Bub in eine Klinik gebracht. Ein 56-Jähriger hatte ihn auf einem Gehweg angefahren.
Mann (56) erfasst Bub beim Einparken

Kreditkartenbetrug: Drei Festnahmen in München und Eching

München - Zugfahrkarten im Wert von 30 000 Euro sollen drei Männer in München und Eching gekauft haben - mit geklauten Kreditkartendaten.
Kreditkartenbetrug: Drei Festnahmen in München und Eching

Immer mehr Grippe-Kranke in Bayern - Impfung empfohlen

München - In Bayern steigt die Zahl der an Grippe erkrankten Menschen weiter. Die Gesundheitsministerin legt den Menschen ans Herz, sich impfen zu …
Immer mehr Grippe-Kranke in Bayern - Impfung empfohlen

Kommentare