Wegen Internetveröffentlichung

Mollath-Unterstützer vor Gericht

Nürnberg - Weil er den Namen einer HypoVereinsbank-Mitarbeiterin ungeschwärzt im Internet veröffentlichte, muss sich ein Unterstützer von Gustl Mollath vor Gericht verantworten.

Die Frau will eine einstweilige Verfügung gegen den Betreiber einer Nürnberger Internetseite erreichen, damit ihr Name nicht mehr auf der Seite erscheint. Der Seitenbetreiber hatte einen Brief des Nürnbergers Mollath veröffentlicht, in dem dieser von dubiosen Geldgeschäften mehrerer Bankmitarbeiter sprach und behauptete, der Frau sei aus diesem Grund gekündigt worden.

Der Seitenbetreiber berief sich am Freitag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth auf die Meinungsfreiheit. Er habe ein zeitgeschichtlich relevantes Dokument veröffentlicht. Der Anwalt der Frau sagte, die behauptete Kündigung sei eine unwahre Tatsachenbehauptung und daher nicht von der Meinungsfreiheit geschützt.

Mollath war 2006 in die Psychiatrie eingewiesen worden. Im Sommer vergangen Jahres kam er frei. Er selbst sah sich stets als Opfer eines Komplotts seiner Ex-Frau und der Justiz, weil er Schwarzgeldgeschäfte bei der HypoVereinsbank aufgedeckt habe.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Meistgelesene Artikel

Wohnhausbrand im Allgäu: 90-Jährige stirbt

Pfronten - Beim Brand eines Mehrfamilienhauses in Pfronten im Allgäu ist eine 65-jährige Frau verletzt worden. Eine andere Bewohnerin wird noch …
Wohnhausbrand im Allgäu: 90-Jährige stirbt

Über 1000 Jogginghosen-Träger kriegen gratis Sekt

Schwabach - Ein Supermarkt in Schwabach hat sein Versprechen wahr gemacht: Jeder Kunde in Jogginghosen hat am Donnerstag ein Fläschchen Sekt bekommen …
Über 1000 Jogginghosen-Träger kriegen gratis Sekt

Mann (56) erfasst Bub beim Einparken

Illertissen - Mit schweren Verletzungen wurde ein zehn Jahre alter Bub in eine Klinik gebracht. Ein 56-Jähriger hatte ihn auf einem Gehweg angefahren.
Mann (56) erfasst Bub beim Einparken

Kommentare