Mord für die Geliebte: Lebenslang gefordert

Hof - Warum brachte ein Bestatter aus Selb seine Frau um? Die Staatsanwaltschaft glaubt: Er hatte Schulden und wollte mit seiner Geliebten in Brasilien ein neues Leben anfangen.

Im Mordprozess gegen einen Bestatter aus Selb hat die Staatsanwaltschaft eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert. Der 49-Jährige soll seine Ehefrau Ende Oktober 2009 mit einem Holzscheit erschlagen haben. Anschließend soll er die Leiche und das Auto seiner Frau im Wald verbrannt haben. Nach Überzeugung des Staatsanwalts wollte der Angeklagte mit seiner Geliebten in Brasilien ein neues Leben beginnen und seine finanziellen Probleme lösen. Die Verteidigung stufte die Tat dagegen als Totschlag im Affekt ein, nannte aber kein Strafmaß. Das Landgericht Hof will das Urteil am 22. Dezember verkünden.

“Es sollte aussehen wie ein Selbstmord“, erklärte Laib. Dann hätte der Bestatter durch den Verkauf des gemeinsamen Hauses und mit dem Geld aus der Lebensversicherung seiner Frau ein neues Leben beginnen können. Doch aufmerksame Polizisten fanden Spuren, die bereits am Tag nach der Tat zur Festnahme des Mannes führten.

Die drei Verteidiger des 49-Jährigen erklärten, es sei nicht erwiesen, was sich genau im Keller des Hauses abgespielt hatte. Die Frau habe den Angeklagten massiv beleidigt. Deshalb sei er ausgerastet und habe im Affekt mehrfach auf die 50-Jährige eingeschlagen. Die Beseitigung der Leiche erklärten die Anwälte mit einer totalen Verwirrung ihres Mandanten.

dpa

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