Mordprozess Königsbrunn

40 Messerstiche: Diana B. voll schuldfähig

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Diana B. soll ihren Lebensgefährten mit einem Messer erstochen haben, als dieser sich von ihr trennen wollte.

Augsburg - Die im Mordprozess von Königsbrunn angeklagte Diana B. wurde vom Augsburger Landgericht als voll schuldfähig eingestuft - trotz "emotional instabiler Persönlichkeit".

Sie soll ihren Lebensgefährten mit 40 Messerstichen getötet haben- seit letzter Woche muss sich Diana B. deshalb vor dem Landgericht Augsburg verantworten. Die Angeklagte wurde in den letzten Tagen von einem psychiatrischen Sachverständigen begutachtet, da sie sich nach der Messer-Attacke in einem verwirrten Zustand befunden hätte. Nun steht fest: Die 41-Jährige war zur Tatzeit voll schuldfähig. Das berichtet die Augsburger Allgemeine.

Hinter der 41-Jährigen liegt eine lange Krankheitsgeschichte: Wegen Depressionen hätte sie sich zehn Jahre lang in psychiatrischer Behandlung befunden und sogar drei Suizidversuche unternommen, sagte der Gutachter gegenüber dem Gericht. Diana B. hätte eine schwierige Kindheit und Jugend hinter sich und sei eine Frau mit einer "emotional instabilen und wenig selbstbewussten, konfliktbeladenen Persönlichkeit".

Trennung war eine "emotionale Katastrophe"

Zu Beginn des Mordprozesses schilderte Diana B. die Bluttat im Badezimmer als eine Art Panikreaktion, nachdem der 39-jährige Mann ihr Vorwürfe gemacht und sie gewürgt habe. Die Richter der Strafkammer und der Staatsanwalt äußerten jedoch Zweifel an der Darstellung der Floristin. Die Trennung von ihrem Lebensgefährten sei für sie eine "emotionale Katastrophe" gewesen. Als ihr Ex-Freund am Tag der Tat seine neue Freundin besuchen wollte und zum Vorstellungsgespräch für eine neue Arbeitsstelle eingeladen wurde, hatte sie wohl befürchtet, der 39-Jährige wolle sie nun endgültig verlassen. Durch eine Mischung aus angestauter Wut, Ärger und Eifersucht hätte sie - nach Darstellung der Staatsanwaltschaft - schließlich nach dem Messer gegriffen und auf ihren Lebensgefährten eingestochen.

Am vorläufig letzten Prozesstag, dem 10. Oktober, werden Staatsanwaltschaft und Verteidigung ihre Plädoyers halten. Womöglich wird dann auch das Urteil gefällt.

mm

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