Mordserie: Bayerns Polizei verdächtigte schon früh Neonazis

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Polizisten der Nürnberger Spurensicherung arbeiten im Juni 2005 an einem Imbiss in Nürnberg. Der türkische Standbetreiber wurde kaltblütig erschossen.

München - Bei den Ermittlungen zur Mordserie an bundesweit neun türkisch- und griechischstämmigen Kleinunternehmern gab es bei der bayerischen Polizei schon früh einen Verdacht auf einen rechtsextremistischen Hintergrund.

Beamte der Nürnberger Sonderkommission “Bosporus“ hätten deshalb bereits vor Jahren alle deutschen Verfassungsschutzämter gezielt um Informationen über auffällige Personen aus dem rechtsextremen Milieu gebeten, sagte einer der leitenden Soko-Mitarbeiter, Uwe Jornitz, den ARD-Politikmagazinen “Fakt“, “Report Mainz“ und “Report München“.

DVD des Sadismus: Bilder aus dem Video der NSU

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“Wir haben natürlich die entsprechenden Fachdienststellen abgefragt, um Auskünfte über auffällige Personen zu erlangen, die dann auch von uns überprüft wurden“, sagte Jornitz. Hintergrund war demnach eine Analyse, die ein sogenannter Profiler aus dem Polizeipräsidium München im Jahr 2006 erstellt hatte. Der ehemalige Leiter der Münchner Mordkommission, Josef Wilfling, bestätigte dies in einer Dokumentation der ARD-Politikmagazine. Die Münchner Profiler hätten “eine Analyse erstellt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass auch ein rechtsradikaler Hintergrund wahrscheinlich ist. Eigentlich waren die auch sehr überzeugt davon, dass es ein rechtsradikaler Hintergrund sein müsste“, sagte Wilfling.

dpa

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