Ingenieur lauert Frau (30) auf

Anklage fordert fast drei Jahre Haft für Stalker

München - Er hat es wieder getan: Ein Ingenieur, der schon zweimal wegen Stalking verurteilt wurde, hat seinem Opfer erneut aufgelauert. Die Anklage fordert nun mehrere Jahre Gefängnis.

Im Münchner Prozess gegen einen Stalker aus Kaiserslautern hat die Staatsanwaltschaft zwei Jahre und neun Monate Haft gefordert. Der 48 Jahre alte Angeklagte solle in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden, verlangte die Anklagevertretung am Donnerstag nach Angaben des Landgerichts. Die Anwältin des Opfers, einer 30 Jahre alten Mitarbeiterin der Technischen Universität München, beantragte ebenfalls die Unterbringung des Angeklagten. Am Dienstag (18. Dezember) soll die Verteidigung ihren Schlussvortrag halten.

Der 48-Jährige hatte der jungen Frau laut Anklage während ihres Architekturstudiums nachzustellen begonnen. Er war dafür zweimal verurteilt worden, zuletzt 2010 zu 14 Monaten Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Der Ingenieur soll nur wenige Wochen nach seiner Entlassung erneut mit der Verfolgung des Opfers begonnen und dieses unter anderem im Minutentakt auf verschiedenen Nebenanschlüssen des Lehrstuhls für Bauphysik angerufen haben.

dpa

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