Wegen Insolvenzverfahren

Nach Abi-Pleite: Klage zurückgezogen

Schweinfurt - Die Eltern der Schüler haben ihre Klagen gegen den Geschäftsführer der Schweinfurter Privatschule zurückgenommen. Fast ein gesamter Jahrgang war dort durchs Abitur gefallen.

Dies betreffe nur die Zivilverfahren gegen den 68-Jährigen persönlich, sagte Amtsrichter Arnold Dotterweich am Freitag und bestätigte damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks. Die Schadenersatzklagen gegen die Schul-GmbH ruhen zurzeit, weil ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Ursprünglich wollte das Gericht am kommenden Dienstag Entscheidungen in den ersten vier Fällen verkünden. Der Beklagte habe zwei Wochen Zeit, der Rücknahme zuzustimmen, erläuterte Dotterweich.

25 von 27 Schülern der Ersten Privaten Fachoberschule Schweinfurt waren im vergangenen Jahr durch die Prüfungen gefallen, die Schule hatte daraufhin den Betrieb eingestellt. Insgesamt 16 Familien klagten auf Schadenersatz: Sie verlangen die Rückzahlung des Schulgeldes von rund 3000 Euro, einige von ihnen fordern vor dem Landgericht auch den Ersatz des Einkommens, das den Schülern durch den Zeitverlust entgangen sei. Die Anwältin der Kläger war am Freitag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Symbolbild

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